Das Studieren in Deutschland und Europa wird sich in den nächsten Jahren weiter grundlegend verändern. Die klassischen Abschlüsse wie zum Beispiel Magister, Diplom und Staatsexamen wurden und werden durch die neuen akademischen Grade Bachelor und Master ersetzt.
Das Wort Master stammt aus dem lateinischen und bedeutet Vorsteher oder Meister und bezieht sich auf den Abschluss einer wissenschaftlichen Ausbildung an einer Hochschule.
Studienvoraussetzung für den Master ist das Vorhandensein eines Bachelorabschlusses. Deswegen wird das neue System der akademischen Würdenvergabe auch als zweistufig bezeichnet. Bachelor und Master entstanden aus dem europäischen Einigungswillen und deren Einführung wurde durch den Bolognaprozess in allen EU-Staaten obligatorisch.
Ein Masterstudiengang ermöglicht die wissenschaftliche vertiefte Auseinandersetzung mit dem Studiengebiet oder die Erschließung neuen Wissens. Daher sind viele Masterstudiengänge extrem zulassungsbeschränkt und auch die Existenz eines Bachelorabschlusses ist kein automatischer Anspruch auf einen Masterstudienplatz. Es ist ein hohes fachliches Wissen benötigt, welches mit einem traditioneller Diplomabschluss verglichen werden kann. (Hängt vom Bundesland ab.)
Die Charakteristik des Masterstudienganges in Deutschland umfasst das Aneignen hoher wissenschaftlicher und analytischer Fähigkeiten, sowie das kreative und offene Erschließen neuen Wissens (siehe auch hier zum Thema Kreativität). Nach der Abschlussprüfung, welche aus dem Verfassen einer schriftlichen Arbeit besteht, besteht das Recht auf Promotion.
Die Masterstudiengänge weisen vier unterschiedliche Profile auf: Forschungsorientiert, an der Anwendung orientiert, an der Kunst orientiert oder auf das Lehramt bezogen. Dieselben sind jedoch alle hoch wissenschaftlich und nicht leicht voneinander abgrenzbar. Alles weisen Elemente der anderen Profile auf.
Die Einführung des Masterstudienganges soll in der BRD Ende 2010 abgeschlossen sein, jedoch werden auch dann noch Unterschiede zu den EU-Partnern existieren. Zum Beispiel gliedert sich der Studiengang, anders als in anderen Ländern, in Deutschland in den konsekutiven und den nicht-konsekutiven Master.
Ein konsekutiver Masterstudiengang baut auf einem vorher gegangenen speziellen Bachelor auf und führt diesen fort. Ein nicht konsekutiver Master schließt sich nicht an das Thema des Bachelors an und kann sich auch an ein Diplom oder Staatsexamen anschließen lassen.
Die Regelstudienzeit für den Bachelor und den Master beträgt 10 Semester und wird mit verschiedenen Abschlüssen wie zum Beispiel dem M.Ed (Master of Education) oder dem M.Eng. (Master of Engineering) abgeschlossen. Besonders beliebt und eine schon länger etablierte Form des Masters bleibt der Master of Business Administration / MBA.
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